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Dienstag, Juni 13, 2017 - 10:13

Kleine Geschichte zum Südtiroler Schüttelbrot

Wer schon einmal in Südtirol nachmittags eingekehrt ist um eine Marende zu genießen, hat sicherlich unter anderem Schüttelbrot im Brotkorb entdeckt. Wieso ist das Schüttelbrot gerade in Südtirol so beliebt, ja in den letzten Jahren scheint es fast „kultig“ zu sein Schüttelbrot in allen Variationen und Geschmacksrichtungen herzustellen?
Schüttelbrot mit Zwiebel, Schüttelbrot mit Paprika, Dinkel Schüttelbrot, Vollkorn Schüttelbrot, helles, kleines, großes, dickes, dünnes, Mini Schüttelbrot und so weiter.
 

Den Ursprung hatte das Schüttelbrot bei den Bauern. Das Brot wurde schnell hart, schimmelte nicht und ließ sich somit gut aufbewahren. Die lange Haltbarkeit ist nicht zuletzt auf den hohen Roggenanteil zurückzuführen. In jeder Bauernstube hing eine Hurte, ein hölzernes Gestell, wo das Brot aufbewahrt wurde. Original Schüttelbrot wird heute noch mit Hand geschüttelt und erhält deshalb die spezielle unregelmäßige Form. Zwischenzeitlich gibt es zwar auch maschinell hergestelltes Schüttelbrot. Hier schmeckt und sieht man allerdings den Unterschied.

Der Trend zu Regionalität und das Aufleben von Altbewährtem hält an und dies ist sicherlich mitunter ein Grund für die Beliebtheit des harten Brotes.
 

Kürzlich erzählte mir eine Bekannte, die ihre Kindheitssommer immer auf einem Berghof im Eisacktal verbrachte, dass sie dort traditionell das Schüttelbrot in frisch gemolkene Kuhmilch einweichten und dann aßen. Dies sei ein absolut tolles Geschmackserlebnis, von dem sie heute noch schwärmt. Leider sei diese Tradition mittlerweile fast in Vergessenheit geraten.
Probieren sie auch mal Schüttelbrot mit Butter. Herrliche Geschmackskombination.

Bei uns im Shop finden sie ausschließlich mit Hand geschütteltes Schüttelbrot von verschiedenen Herstellern. Hier geht´s zur Qual der Wahl.

 

Donnerstag, Mai 11, 2017 - 18:08

Wagyu Südtirol: Rittner Junglandwirt sucht nach Crowdfunding-Unterstützern

Heute stellen wir euch ein interessantes Projekt eines jungen Südtiroler vor. Daumen nach oben für seine Idee!

Stefan Rottensteiner möchte seinen Traum verwirklichen und einen hofeigenen EU-zertifizierten Verarbeitungsraum einrichten.

Der Junglandwirt hat eine Crowdfunding Kampagne auf der Plattform Crowdfunding Südtirol gestartet und bietet jedem Unterstützer Wagyu-Genuss-Pakete. 25.000€ ist das Finanzierungsziel, 22.200€ sind schon erreicht. Nun gilt es, die letzten fehlenden Euro zu sammeln.

Stefan Rottensteiner ist der erste Südtiroler Junglandwirt, der Wagyu Rinder züchtet, eine seltene japanische Rinderrasse. Um die Vermarktung des Fleisches im In- und Ausland zu starten, benötigt er einen hofeigenen EU-zertifizierten Verarbeitungsraum. Um einen Teil der Investitionen zu decken, hat Rottensteiner eine Crowdfunding Kampagne auf der Crowdfunding Plattform des lvh gestartet.

Crowdfunding, auch Schwarmfinanzierung genannt, ist eine neue alternative Finanzierungsmöglichkeit, wo meist Privatpersonen Geldgeber sind. Am Ende ergeben viele kleine Geldbeträge vonseiten vieler Unterstützer jene Summe, die die Umsetzung eines Projektes ermöglicht. Das Finanzierungsziel dieser Kampagne wurde auf 25.000€ festgelegt. „Wagyu Fleisch ist von der Menge her sehr limitiert. Wer mich finanziell unterstützt, kann sich verschiedene Dankeschöns wie Wagyu-Gourmet-Pakete im entsprechenden Gegenwert, eine Genussreise zum Hof oder einen Wagyu-Abend für Firmen und Restaurants sichern“, so Rottensteiner.

Die Arbeit am Hof hat Rottensteiner schon als Bub fasziniert. So war sein Berufswunsch bald klar: er will den elterlichen Hof übernehmen.

Kaum Volljährig hat er als erster Südtiroler Landwirt mit der Zucht von Wagyu Rindern begonnen.

Die Wagyu Rinder unterscheiden sich von anderen Rindern dadurch, dass sie in der Lage sind, viel mehr feine Fettadern zwischen den Muskelfasen einzulagern. Dadurch wird das Fleisch besonders zart und sehr geschmackvoll. Nun möchte der Junglandwirt einen Schritt weiter gehen und einen hofeigenen EU-zertifizierten Verarbeitungsraum einrichten. Ein EU-zertifizierter Verarbeitungsraum muss hohe Standards erfüllen. Strenge Bau- und Hygienebestimmungen garantieren dem Endkunden die hohe Qualität des Fleisches. Die Zertifizierung ist für den landwirtschaftlichen Betrieb grundlegend, um das Wagyu Fleisch im In-und Ausland vermarkten zu können. Außerdem will Rottensteiner einen Online-Shop eröffnen: Durch diesen können Kunden in Zukunft das Wagyu Fleisch einfach und unkompliziert reservieren und zu sich nach Hause bestellen.

Alle Interessierten können das Projekt auf www.crowdfunding-suedtirol.it finden und bis zum 6. Juni unterstützen.

 

 

 

Donnerstag, September 8, 2016 - 11:13

Metzgerei Steiner gewinnt Gold

Im Juni 2016 fand Im Rahmen der Internationalen Fachmesse für die Fleischverarbeitung (IFFA) in Frankfurt ein länderübergreifender Qualitätswettbewerb statt. Ein Südtiroler Betrieb zeigte, dass Südtirol sehr hohe Qualitätsstandards hat und sehr gute Leistungen erbringt. Fünf Mal Gold für seine Produkte erhielt die Metzgerei Steiner aus Rasen Antholz. Ausgezeichnet wurden die Spezialitäten Bergschinken, Pustertaler Magerspeck und Bio Speck Steiner sowie Beef Salami, Bio Haussalami, die beiden letzten hergestellt aus 100 Prozent Südtiroler Rindfleisch. Insgesamt wurden 2500 Produkte eingereicht und von einer international besetzten Jury nach den Kriterien Aussehen, Farbe, Geruch, Beschaffenheit und Geschmack bewertet. Handwerkliche Herstellung und Tradition standen im Fokus des Wettbewerbes. „Unsere Produkte werden regional und nach herkömmlichen Methoden und Rezepten hergestellt. Der Anspruch der Fachjury war sehr hoch. Umso mehr freuen wir uns über die fünf Goldmedaillen sowie einen Pokal“, sagt Betriebsinhaber Josef Steiner. Gleichzeitig lobt er den Einsatz und die Motivation seiner Mitarbeiter.

Wir freuen uns, dass wir als Online-Anbieter von Südtiroler Spezialitäten erfolgreich seit Jahren mit der Metzgerei Steiner zusammenarbeiten und deren Produkte in unserem Shop anbieten dürfen.

Mittwoch, August 31, 2016 - 15:51

Richtlinien Gewinnspiel Facebook

Das Gewinnspiel startet am 26.August 2016 um 18.30 Uhr und endet am 1.September 2016 um 18.00 Uhr.

-Es wird 3 Mal 1 Stück Oltspeck (zwischen ca 800-1000g) verlost.

-Die Teilnahme erfolgt über einen Kommentar, einen Like oder (freiwilliges) Teilen auf diesen Facebook Post:https://www.facebook.com/GutesBonta/photos/a.10151459249347550.107374182...

-Mehrere Kommentare werden als eine einzelne Teilnahme gewertet. -Kommentare die gegen die Facebook Richtlinien, italienisches Recht und oder das Copyright verstoßen werden nach Kenntnisnahme ohne Ankündigung entfernt. Der Teilnehmer ist damit vom Gewinn ausgeschlossen.

-Die Gewinner werden binnen 7 Tagen nach Gewinnspielende nach dem Zufallsprinzip ermittelt.

-Die Gewinner werden über die Facebook Kommentarfunktion des Facebook Posts informiert.

-Jeder Gewinner muss sich innerhalb von 5 Werktagen per E-Mail aninfo@gutesaussuedtirol.com melden. Meldet sich ein Gewinner nicht innerhalb dieser Frist wird der Speck erneut unter allen Teilnehmern verlost.

-Der Gewinn kann persönlich im Büro in Algund abgeholt werden oder Gutes aus Südtirol sendet den Gewinn direkt an den Gewinner.

-Es werden alle Facebook Namen der Teilnehmer erfasst und zur Gewinnermittlung gespeichert. Alle Daten werden spätestens 30 Tage nach Ende des Gewinnspiels gelöscht. Adressdaten werden nur von den Gewinnern erfasst und nur zum Versand des Gewinnes genutzt. Es werden keine Daten an Dritte weitergegeben.

Facebook steht in keinerlei Verbindung zum Gewinnspiel Facebook steht nicht als Ansprechpartner für Gewinnspiele zur Verfügung

Veranstalter des Gewinnspiels ist das Unternehmen J.Kiem GmbH/Gutes aus Südtirol Kontakt: info@gutesaussuedtirol.com

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Donnerstag, September 10, 2015 - 10:51

Brot - und Strudelmarkt in Brixen vom 2. bis 4. Oktober 2015

Heute möchten wir euch berichten und informieren über ein besonderes Event, das jährlich im Herbst in Brixen stattfindet. Jedes Jahr erfreut sich das Festival größerer Beliebtheit und mittlerweile ist es auch weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Die Backtradition ist in Südtirol nach wie vor sehr lebendig. Vom berühmten Schüttelbrot und dem Pusterer Breatln bis hin zum Vinschger Paarl – jedes Tal hat seine Brotsorte. Und fast jeder Bäcker hat seine ganz individuelle Rezeptur. Diese hüten die Bäckerfamilien als strenges Geheimnis. Unterschiedliche Mischverhältnisse, einheimisches Getreide und andere Zutaten machen den Geschmack der verschiedenen Brotspezialitäten aus.

Das Geheimnis dieser Vielfalt an verschiedenen Brotspezialitäten liegt in den zahlreichen regionalen und kulturellen Eigenarten Südtirols. Genau diese Vielfalt gibt es hautnah jedes Jahr auf dem Südtiroler Brot- und Strudelmarkt zu erleben. Da gibt es Gelegenheit sämtliche Geschmacksnuancen von Brot mit Qualitätszeichen Südtirol zu verkosten. Dieses zeichnet sich auch dadurch aus, dass für die Zubereitung nur natürliche Zutaten und vorwiegend einheimisches Getreide verwendet werden.

Der Duft von frisch gebackenem Brot und Strudel, der historische Parcours mit seinen alten Gerätschaften, der feierliche Einzug der Bäcker am Erntedanksonntag in den Brixner Dom, das Erlebnis selbst Brot zu backen, viele regionale, traditionelle Köstlichkeiten und vor allem die verschiedenen Brotsorten und Strudel zum mit nach Hause nehmen, machen einen Ausflug nach Brixen zum Erlebnis für die ganze Familie.

Der Produzent unseres frischen Strudels im Shop Angebot hat selbst jedes Jahr dort einen Stand mit sehr großem Erfolg.

Wenn sie zur Einstimmung schon mal den Strudel probieren möchten hier der Link:

http://www.gutesaussuedtirol.com/de/productdisplay/apfelstrudel-mit-muerbteig-ca-1000g

Gute Unterhaltung am Event und guten Appetit wünscht Gutes aus Südtirol

Montag, Juni 29, 2015 - 18:19

Caroma - der feine Unterschied beim Kaffeegenuss

Spezialitätenrösterei Caroma in Völs am Schlern, Kaffee aus Südtirol.

Sicherlich ein Nischenprodukte als Spezialität der Region.

Normalerweise bringt man Speck, Kaminwurzen und Schüttelbrot in Verbindung mit Südtiroler Produkten, nicht wahr? In Völs am Schlern gibt es eine Spezialitätenrösterei, Caroma, die sich einen sehr guten Ruf gemacht hat, auch über die Grenzen hinaus (in der Geo Magazin Ausgabe vom Juli 2015 finden sie einen Artikel über deren Kaffee)

Valentin Hofer, der Gründer, ist passionierter Kaffee-Sommelier und -Spezialist und er hat außerdem die Fähigkeit die Menschen mit seiner Begeisterung für wirklich guten Kaffee anzustecken. Kaffee ist seine Berufung, ohne Zweifel. Und das schmeckt man.

Die Transparenz beim Industrie-Kaffee lässt oft zu wünschen übrig, niemand weiß eigentlich genau woher der Kaffee kommt. Waren die Kirschen reif oder überreif? Oft werden minderwertige Mischungen verarbeitet und daraus entsteht einfach kein guter Kaffee. Immer mehr wird in Vietnam, dem Haupterzeuger des billigeren Robusta-Kaffees, eingekauft. Die Beimengung sei dann auch für die steigende Unverträglichkeit (Magenbrennen) verantwortlich. Kaffee hat dadurch auch einen eher negativen Ruf bekommen im weltweit stets aktuellen Gesundheitstrend.

Kleine Kaffeekunde: 2 Hauptsorten: Arabica und Robusta. Arabica ist aromatisch, blumig, fruchtig, angenehm und weist eine feine Säure auf. Robusta enthält zwei bis drei mal so viel Koffein und mehr Chlorogensäure als Arabica. Die Kaffeesorten von Caroma haben seit 2014 alle „Hintergrund“, das heißt der Kunde kann genau die Anbauart, Höhenlage, Betrieb und Sorte vom Anbauer über den Händler bis zur Rösterei in Völs lückenlos nachvollziehen. Natürlich ist eine schonende Röstung (von mindestens 20 Min.) selbstverständlich.

Sollten sie einmal die Möglichkeit haben Caroma Vorort zu besuchen, sollten sie unbedingt einen Kaffee Schnupperkurs mitmachen, um mehr über die Kaffeewelt zu erfahren.Sie werden staunen wie facettenreich diese Welt ist.

In der Zwischenzeit „dürfen“ sie gerne einige der beliebtesten Kaffeesorten von Caroma bei uns bestellen, praktisch und bequem online. Bohnen oder gemahlen. Gerne können wir ihnen alle angebotenen Sorten von Caroma besorgen, auch wenn sie sie nicht auf unserer Seite finden. Schreiben sie einfach eine kurze Mail an uns. Wir sind stets bemüht unser Bestes für unsere Kunden zu geben.

Caroma Kaffee jetzt bestellen!

Guten Genuss wünscht ihr Team von Gutes aus Südtirol

Donnerstag, Mai 22, 2014 - 09:47

Die Südtiroler Marende - Kraftquelle und Ritual der Gemeinsamkeit und Ritual

 

Wann haben Sie sich zuletzt die Zeit genommen um sich ganz unbefangen mit Ihren Liebsten zu unterhalten? Wann haben Sie echte Gemeinsamkeit empfunden, sich ganz und gar aufgehoben gefühlt? Was so einfach und profan klingt, kommt dennoch im Alltag oft viel zu kurz. Wir leben aneinander vorbei, übersehen die Bedürfnisse des anderen und haben zu wenige Fixpunkte an denen wir uns halten und orientieren können. Oft reicht aber der Blick zurück um neue Wege zu finden und althergebrachte Traditionen mit all ihrem Wert und all ihrer Kraft wieder aufleben zu lassen.

 

Die Südtiroler Marende oder Brettljause auf Hochdeutsch ist ein Ritual, das seit jeher die Menschen verbindet - und Ihnen zeigt, dass sie geborgen sind in der Gemeinschaft, die sich um den Tisch versammelt. Unterschiede werden aufgehoben, Gemeinsames wird bestärkt, jeder kennt seinen Platz in der Familie und kann sich austauschen.

Schon die Südtiroler Bergbauern nutzten diese Kraftquelle jeden Tag um sich zu belohnen und sich etwas zu gönnen. Sie legten spätnachmittags ihre Arbeit nieder und genossen mit der ganzen Familie die Marende als Ausklang des oft beschwerlichen Tages. Während die Sonne unterging unterhielt man sich, lachte, brachte sich ein. Leistungen wurden gelobt, Neues wurde besprochen und man erzählte ausgelassen von seinen Erlebnissen und Eindrücken.

 

In Südtirol ist dieses Ritual noch vielerorts allgegenwärtig.

 

Es sind oft die kleinen Dinge, die das Leben lebenswert und harmonisch machen. Ein bewusster Blick, ein bewusstes Wort oder eine bewusste Tat, wie die gemeinsame Marende können weite Kreise ziehen. Wie wertvoll es sein kann dieses Ritual wiederzubeleben erlebt man bei jeder Marende wieder: Der so simplen und dennoch so besonderen Speise wohnt eine ganz spezielle Kraft inne. Siebelebt die Kommunikation wieder, die Familie rückt näher zusammen, man fühlt sich zuhause.

 

Der Speck bildet dabei das Herzstück der Marende. In der wundervollen Luft zwischen den Nordalpen und den Dolomiten gereift, hat er ein ganz besonderes Aroma. Kosten Sie diese herzhaften Südtiroler Schmankerln aus und geben Sie sich und Ihrer Familie die Gelegenheit, die Kraft dieses gemeinsamen Rituales zu spüren.

Produkte passend zu einer Marende oder Geschenk für ihre Lieben finden Sie unter www.gutesaussuedtirol.com

 

Viel Spass beim “Marenden” wünscht ihnen das Team von Gutes aus Südtirol

Donnerstag, März 27, 2014 - 15:34

Südtiroler Bauern Sauerkraut - Potrait einer Vinschger Familie

Südtiroler Bauern-Sauerkraut –

Portrait einer Vinschger Familie

 

Dass Sauerkraut gesund ist, muss man heutzutage wohl kaum noch erwähnen, in einer Zeit, wo tagtäglich Nachrichten und Informationen über den Vitamingehalt der verschiedensten Nahrungsmittel erscheinen. Auch wenn das Sauerkraut vor allem in der kühlen Jahreszeit bevorzugt gegessen wird, möchten wir ihnen trotz der strahlend warmen Frühlingstage eine Familie vorstellen, die mit viel Fleiß und Tradition Sauerkraut herstellt.

 

Die Familie Lechner aus Laas ist der einzige Sauerkrauthersteller in ganz Südtirol. Das dafür benötigte Kraut stammt aus der Umgebung von Laas. Die Qualität ist hervorragend aufgrund der kalkhaltigen Böden dort und der kühlen Nachttemperaturen. So wird der Kobis nicht zu hart und nicht zu luftig, damit feine Krautstreifen gehobelt werden können.

 

Aber lassen sie uns einen Sprung zurück in die Vergangenheit machen:

 

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Vinschger Talsohle entwässert und bot somit gute Bedingungen für den Anbau von Gemüse. Die Gegend um Laas nennt man Laaser Möser und diese kristalliesierten sich als besonders geeignet dafür heraus aufgrund der oben genannten Gründe.

 

Richard Lechner begann in dieser Zeit mit dem Krautanbau und um es bekannt zu machen und zu verkaufen “pilgerte” er bis nach Meran und Bozen mit 25 kg Sauerkraut im Holzfass auf dem Rücken,von Gasthaus zu Gasthaus. Ein sehr beschwerlicher Weg, der den Grundstein legte für den Erfolg der Firma. Heute ist Herbert und Evelyn mit Söhnen Kevin und Dennis mit Freundinnen und Nachwuchs mit Leib und Seele in der Sauerkrautherstellung tätig.

 

Nach der Ernte, die von Mitte August bis Mitte November dauert, werden die Krautköpfe fein gehobelt und kommen in eines von den 30 Silos. Hier wird das Kraut noch mit den Füssen eines Mitarbeiters gestampft, damit die Milchsäuregärung in Gang kommt und Hohlräume zwischen den Krautschichten verhindert werden, wodurch sonst das Kraut durch Fäulnis und Schimmel ungeniessbar werden würde. Danach wird das Kraut luftdicht abgedeckt und unter Druck gesetzt.

 

Die Reifezeit ist je nach Erntemonat unterschiedlich von 12-14 Tagen im August bis 6 Wochen und mehr im Oktober.

 

Danach wird es in Gläser und Kübel abgefüllt und an Metzgereien und Geschäfte geliefert. In der Törggelezeit hat das Sauerkraut sicherlich seinen Höhepunkt im Jahr.

 

Jährlich im Herbst finden dann auch die Krautwochen in Laas statt.

 

Im Angebot stehen ganz neu die 400g Gläser, die bekannten 700g Gläser und brandneu das Kraut mit Südtiroler Markenspeck. Weiteres gibt es das Kobis-Rübenkraut und das Rübenkraut ( Saure Rüben sind Herbstrüben,die ähnlich wie Sauerkraut und saure Bohnen durch Milchsäuregärung konserviert werden. Zudem gibt es auch das Blaukraut bzw. den Rotkohl im Angebot.

 

Hier noch einige Tipps zur Zubereitung:

 

  • Weißkohl in dünne Streifen geschnitten und als Salat mit Essig und Öl zubereitet, schmeckt gut und ist sehr bekömmlich.

  • Mit Kümmel bringen Sie den Kohlgeschmack noch besser zur Geltung.

  • Sauerkraut können Sie mit Wacholderbeeren und etwas gerösteten Zwiebeln noch schmackhafter machen.

  • Sauerkraut ist reich an Vitaminen und arm an Kalorien.

 

Sauerkraut, Kobis-Rübenkraut und Rübenkraut passen hervorragend zu Knödel, Schlachtplatte, Geselchtes oder probieren sie mal Spätzle mit Sauerkraut drunter und geschmolzener Butter und Parmesan drüber. Schmeckt super!

 

Rübenkraut wird gern im Pustertaler Raum zu Pressknödeln gereicht und schmeckt sehr intensiv säurerlich. Man kann es allerdings abrunden, indem man einen Apfel beimischt.

 

Blaukraut passt sehr gut zur Wildküche oder auch als vegetarisches Gericht z.B. als Blaukrautstrudel. Auch hier wird gerne ein Apfel dazugegeben, damit der Geschmack leicht ins Süssliche geht.

 

Wir hoffen wir konnten ihnen einen kleinen Einblick in die “Südtiroler Sauerkrautwelt” geben.

 

Sie finden das Angebot der Firma Herbert Lechner auch bei uns im Shop.

 

Viel Spaß und bis bald!

 

Team Gutes aus Südtirol

www.gutesaussuedtirol.com

Donnerstag, März 6, 2014 - 16:08

Wissenswertes zu Südtiroler Brotklee beziehungsweise Schabzigerklee

Südtiroler Brot in verschiedenen Varianten ist sehr beliebt und einige typische Brote werden mit Brotklee verfeinert und bekommen dadurch ihren unverkennbaren Geschmack. Wir haben festgestellt, dass es einige Missverständnisse oder Unwissenheit über dieses tolle Gewürz gibt.

Dieses Gewürz verdient sich einen eigenen Blogartikel.

 

Was ist Brotklee genau?

Heisst es jetzt Schabzigerklee, Zigainerkraut, Hexenkraut oder doch Blauer Steinklee?

 

Ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerländern und Kleinasien stammend zählt das Südtiroler Brotklee (lat.trigonella caerulea), eine Gewürzkleeart zu der Familie der Schmetterlingsblütler. Auch als Blauer Steinklee bezeichnet. Im deutschsprachigen Raum auch als Schabzigerklee bekannt. Im Pustertal und Eisacktal kennt man es als Zigainerkraut. Unterschiedliche Regionen, unterschiedliche Bezeichnungen, kann man da nur sagen.

Auf den kalk-und humusreichen Böden des Hochpustertales (auf ca 1200m Meereshöhe) fand dieses Gewürz ideale Bedingungen. Anbaugebiete findet man heutzutage auch im Vinschgau und in anderen höher gelegenen Teilen Südtirols.

 

Ein langsames Wachsen und Reifen der Pflanze, welches durch das raue Hochgebirgsklima begünstigt wird, lässt den aromatischen und intensiven Geschmack entstehen, der dieses Gewürz auszeichnet.

Ein hellblaues Blütenmeer läutet die Brotkleeernte ein.

photo courtsey by A. Mrkvicka  /  26.6.1999  /  Oberösterreich  /  Amegg - "Agrarium"  (kultiviert)

In Südtirol werden vor allem Stiel und Blatt grob gemahlen. Dadurch werden die intensiven Aromastoffe sehr lange erhalten. In der Schweiz verwendet man zum Beispiel vor allem die Samen des Brotklees für den "Schabziger Käse".

Das Gewürz hat eine sehr gute Lagerfähigkeit. Am besten kühl und dunkel in einem möglichst luftdichten Behälter lagern.

 

 

Wo und wie kann man Brotklee verwenden?

 

Durch seinen intensiven Geschmack ist nur eine geringe Beimischung nötig, um das gewünschte Aroma zu erhalten. Als Richtungsweisung etwa 4-7g pro Kilogramm Mehl.

 

Weiters kann man Brotklee verwenden für Kräuterkäse, für Zwiebel-, Kartoffel-, und Pilzsuppen, und für indische Gerichte mit Gemüse.

 

Grundsätzlich kann man Brotklee in jeden Brotteig einarbeiten, vor allem schmeckt es am besten in Verbindung mit Roggenmehl. Die Freunde der Vollwertküche verwenden es in allen Brotmischungen mit frisch gemahlenem Mehl. Schmeckt supergut und hilft der Verdauung, so ganz nebenbei....

 

In Südtirol ist es der typische Geschmack im Paarl Brot oder manchmal auch im Schüttelbrot.

 

Hier ein simples Rezept:

photo courtsey by Lutz Plötzblog

Vorteig:

220 g Roggenmehl

200 ml Wasser 30 °C

5 g Hefe

Teig:

Vorteig

500 g Roggenmehl

280 g Weizenmehl

700 ml Wasser 30 °C

20 g Hefe

20 g Salz

10 g Fenchel

5 g Kümmel

5 g Brotklee

Vorteig:

Hefe im warmen Wasser auflösen. Alle Zutaten für den Vorteig für 5 min sorgfältig vermengen und anschließend 5 min kräftig durchkneten. Den Teig 1 Stunde zugedeckt bei ca. 30 °C ruhen lassen.

 

Fertigstellung:

Vorteig und alle weiteren Zutaten zu einem weichen Teig verrühren, mit Roggenmehl bestäuben und 10-15 min zugedeckt ruhen lassen. Teigballen zu 80-100 g formen, als Paar oder auch einzeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und weitere 30-45 min ruhen lassen. Bei 220 °C im Ofen bei Ober- und Unterhitze ca. 45 min ausbacken

 

Viel Spass beim Ausprobieren!

Brotklee können sie auch hier in unserem Shop erwerben.

 

Bis bald,

 

Ihr Gutes Aus Südtirol Team
 

Dienstag, Februar 4, 2014 - 10:25

Südtiroler Schinkenspeck oder Südtiroler Speck?

Südtiroler Schinkenspeck oder Südtiroler Speck?

Ist das dasselbe und wo liegt der Unterschied?

 

Im Prinzip gibt es keinen Unterschied. Das Wort Schinkenspeck wird vor allem im österreichischen Raum verwendet, da dort viel Karrespeck verkauft wird und wenn man nur nach Speck fragt, dann wird nachgehakt, ob Karree oder Schinken d.h. Vom Schlegel, gemeint ist.

Schinkenspeck ist also der Speck vom Schlegel des Schweines. Bei uns in Südtirol reicht es, wenn sie Speck sagen. Hier ist immer der Schlegel gemeint.

 

Südtiroler Speck gehört zu den bekanntsten Südtiroler Spezialitäten und gehört immer auf eine zünftige Brotzeitplatte (Marende), wenn sie auf ihren Wanderungen in einer Hütte einkehren.

Wußten sie, daß der Südtiroler Speck eines der wichtigesten Exportprodukte im Wurst-und Fleischhandel Italiens ist? Die Produktion letztes Jahr, also 2012, belief sich auf genau 6.193.603 Millionen Hammen. Das ist ein beachtlicher Erfolg für eine relativ kleine Region wie Südtirol. Wichtigstes Exportland ist Deutschland. Ansonsten ist der Hauptabsatzmarkt in den nördlichen Regionen Italiens.

 

Jedes Jahr im Herbst findet das traditionelle Südtiroler Speckfest in Villnöß statt. Definitiv ein Event, wo man mindestens einmal gewesen sein soll.

 

Viel Spaß und guten Appetit wünscht

 

Das Team von Gutes aus Südtirol

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